"
Posts mit dem Label Rohrzucker werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rohrzucker werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Myers's Rum "Original Dark"



Der wohl am häufigsten falsch geschriebene Rum der Welt, Myers's Rum. Ein jamaikanischer Rum, welcher seit 1879 hergestellt wird und nach seinem Erfinder, Fred L. Myers, benannt wurde. Der aus 100 % jamaikanischer Melasse bestehende Rum wird produziert und abgefüllt von der Fred L. Myers & Sons Ldt. und seit 2000 vom Getränkekonzern Diageo PLC vertrieben.

Der Myers's Rum wird durch das Patent-Still und Pot-Still Verfahren im Süden Jamaikas destilliert und ist ein Blend aus 9 verschiedenen jamaikanischen Rumsorten, welche unterschiedlich lang gereift sind. Anschließend reift der Blend selbst bis zu 4 Jahre in ausgedämpften Fässern aus weißer Eiche. Ausnahme ist hier lediglich der "Myers's Legend". 
   


BottleWorld.de Shop für exklusive Spirituosen


Der "Original Dark" erhält seine kräftig dunkle Farbe durch die Zugabe von Zuckermelasse bzw. Karamell. Daraus folgt ein überdurchschnittlich süßer Geschmack, welcher sich hervorragend zum mixen exotischer und fruchtiger Cocktails macht. Der bekannteste in Verbindung mit diesem 40 % Vol. Alk. Rum, ist der "Planters Punch", nicht ohne Grund wurde der Myers's Rum Original Dark lange Zeit als "Myers's Planters Punch Rum" vom Hersteller bezeichnet. Dennoch ist dieser körperreiche Rum sehr kräftig und besitzt ein starkes vollmundiges Aroma welches sich intensiver durchsetzt, als bei den meisten Sorten.


Kenner können Noten von Zeder, schwarzem Pfeffer und Tabak verbunden mit Anis und Nelken, abgerundet durch einen Hauch von Zitrusfrüchten und Schokolade


Meine Einschätzung: Es gibt keinen Grund den Myers's Rum Original Dark pur zu trinken, dafür würde man einiges verpassen, da viele dunkle Rumsorten weitaus interessanter und vielseitiger sind. Die Stärke dieses Rums liegt in der Verwendbarkeit in Cocktails, wobei man bei der Dosis sehr vorsichtig sein sollte, da sich sonst in guten Cocktails ein leicht brennend - fuseliger und übertönender Geschmack durchsetzen kann. Dies soll aber nicht die Qualität dieses jamaikanischen Destillat mindern, denn der Erfolg in der Vergangenheit gibt diesem sehr speziellen Rum mehr als nur Recht und er ist heute nicht ohne Grund ein fester Bestandteil im Sortiment der meisten Bars. 

Verwendungsmöglichkeiten:
Weitere Arten des Myers's Rum:

Ipanema



Der Ipanema wird oft als "alkoholfreier Caipirinha" bezeichnet, was anhand der Zubereitung und dem Aussehen auch verständlich ist. Eine süße Erfrischung für die Kleinen, oder für die auserwählten Autofahrer. 


Zutaten:

- 1             Limette

-                Ginger Ale

- 1 Tl        Rohrzucker

- Eiswürfel oder Crushed Ice





cocktailstar.de


Zubereitung:

Die Zubereitung ist im Grunde mit der des Caipirinha gleichzusetzen, nur dass hier Ginger Ale anstatt Cachaça die Hauptzutat bildet. Man nehme eine unter heißem Wasser gründlich abgewaschene Limette, entfernt die Enden welche störende Bitterstoffe enthalten, achtelt diese und zerstößt die Stücke mit 1Tl Rohrzucker im Glas. Ich empfehle hier braunen Rohzucker zu verwenden, da es erstens zur Farbkombination besser passt und zweitens sowieso weniger Geschmacksgebend ist und man sich den weißen Rohzucker lieber für den originalen Caipirinha aufheben sollte. Hier reicht 1Tl vollkommen aus, man kann den Zucker auch erst am Ende über den Cocktail streuen, um den optischen Faktor etwas zu heben. Nach dem Zerstoßen gibt man nun eine ordentliche Portion Eis hinzu (meine Empfehlung ist Crushed Ice) und gießt anschließend das Ginger Ale dazu. Nun leicht umrühren und eventuell mit einer Limettenscheibe garnieren.

Eine häufige Zubereitungsart beinhaltet auch die Zugabe von Maracuja-Saft. Dies nimmt dem Cocktail etwas die Süße und fügt dem Ipanema eine starke fruchtige Komponente hinzu. Hierbei sollte man jedoch maximal zu gleichen Teilen Saft und Ginger Ale verwenden.


Pitú

Pitú, der wohl bekannteste, industriell hergestellte Cachaça deutschlands, ist ein Zuckerrohrdestillat, welchesaus dem Bundesstaat Pernambuco im Nordosten Brasiliens stammt und wird von der "Engarrarfamento Pitu" aus Vitoria de Santo Antao vertrieben. Fälschlicherweise wird Pitú oft in die Kategorie "Rum" geschoben, doch zwischen Cachaça und Rum muss man unterscheiden!
Nach dem Export in Holzfässern, wird der Pitú erst bei uns in die typische Flasche gefüllt. Der abgebildete heimische Krebs wird von den Bewohnern des Herstellungsortes einfach "Pitú" genannt und ist das Markenzeichen dieses Cachaças.

BottleWorld.de Shop für exklusive Spirituosen

Trinkt man diesen Cachaça pur, wird man überrascht von einem herben, für diese Getränkeart ungewöhnlichen Aroma. Der überdurchschnittlich hohe Alkoholgehalt von 40% Vol. verbunden mit dem bitteren, holzigen Geschmack, lässt Kenner Pitú selten pur trinken. Die Stärke dieser Spirituose liegt in ihrer Verwendbarkeit. Er ist nicht nur in Deutschland die Nummer 1 für den allgemeinen Caipirinha-Trinker, sondern gibt auch vielen anderen interessanten, wenn auch nicht so bekannten, Cocktails seine spezielle Note.

Verwendungsmöglichkeiten:




Caipirinha


Jeder kennt sie, die Caipirinha, das wohl berühmteste Mixgetränk Brasiliens. Der portugiesische Name bedeutet frei übersetzt "Mädel vom Land", es ist also nicht ganz richtig, wenn man einen Caipirinha in einer Bar bestellt, doch dies hat sich in Deutschland wohl wegen des gefühlt angenehmeren Klanges durchgesetzt. Entstanden soll sie Ende des 19. Jahrhunderts im Hinterland Brasiliens, wo die traditionellen Zutaten, Zuckkerrohrschnaps, Limetten und Rohrzucker leicht verfügbar waren. In Brasilien ist dies das Getränk für jeden Anlass, in Deutschland ein namenhafter Cocktail, welcher auf keiner Barkarte fehlt und fehlen darf.



Zutaten:

- 4 - 6 cl  Cachaça (zB. Pitu oder Cachaça 51)


- 1 - 2 Tl  Rohrzucker


- 1             Limette


- Eiswürfel oder Crushed Ice




Zubereitung:


Zuerst empfehle ich, die Limette unter klarem heißem Wasser gründlich zu reinigen, um mögliche Pestizide und Terpene von der Schale zu entfernen. Bevor man die gewaschene Limette achtelt, sollte man sie mit der Handfläche auf einer Oberfläche druckvoll hin und her rollen, damit sich die enthaltenen Aromen vollkommen entfalten können. Die Enden der Limette werden aufgrund der Bitterstoffe abgeschnitten. Nun werden die Limettenstücke mit 1-2 Tl Rohrzucker im Glas zerstoßen und es wird eine ordentliche Portion Eis hinzugegeben. Zu guter Letzt gießt man 4-6 cl Cachaça in das Glas und verrührt anschließend alles mit einem Löffel, damit sich der Rohrzucker gut mit den restlichen Zutaten vermischen kann.
Eine Garnitur bei einer Caipirinha ist untypisch, jedoch kann man natürlich mit einer Limettenscheibe dekorieren.


                                             



Das original brasilianische Rezept weist einige Unterschiede zur in Deutschland typisch hergestellte Caipirinha. Zum einen wird im Original weißer statt brauner Rohrzucker genutzt, auch die Zugabe von Eiswürfeln anstatt Crushed Ice ist in Brasilien eher gängig. Zudem wird der Cocktail in  Südamerika ohne Trinkhalm genossen, bei uns sind zwei dicke Halme fast schon Pflicht.
Doch egal wie man seinen Caipirinha trinkt, es kommt auf den eigenen Geschmack an und diese Flexibilität, scheint wohl auch eines der Erfolgsrezepte des Drinks zu sein.