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Jamaikanischer Rum


Jamaika wird mit einigen Dingen in Verbindung gebracht, darunter auch Rum. Jeder weiß, dass Rum in diesem Staat einen wirtschaft- und gesellschaftlich hohen Stellenwert besitzt, dennoch wissen wenige über die Unterschiede und Merkmale des aus Jamaika stammenden Rums bescheid. Bekannt ist, dass im 15. Jahrhundert spanische Siedler den Anbau von Zuckerrohr auf der Insel einführten, doch erst nach der Eroberung Englands Mitte des 17. Jahrhunderts nahm die Rum-Herstellung ihren Anfang und es wurde somit den Grundstein der folgenden Destillations- Tradition gelegt. Dank der äußerst günstigen Bodenbedingungen und dem perfekten Klima, nahm der Zuckerrohr-Anbau eine respektable Position in der Wirtschaft Jamaikas ein. Langsam löste die Rum-Produktion die die Vormachtstellung der Zuckerindustrie ab und wurde zusätzlich durch den Handel mit der damaligen Navy und den in der Karibik segelnden Freibeutern ausgeprägt.


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Heute ist der Rum das Nationalgetränk des Inselstaats und wird auch nicht selten als Medizin eingesetzt. Zwei Hersteller tragen heute zum größten Teil die Destillation des jamaikanischen Rums, zum einen "Wray and Nephew", zu denen zB. seit 1916 auch die Destillerie von "Appleton Estate", der ältesten der Insel, gehört. Zum anderen der "National Rums of Jamaica", deren Name selbst klärend ist.

Traditionell wird auf Jamaika nach dem Pott-Still Verfahren destilliert, selten wird auch kontinuierlich destilliert. Viele bekannte Rumsorten sind ein Verschnitt von aus beiden Verfahren hergestellten Rums, Beispiele hierfür sind der Appleton Estate oder der Myers's Rum. Typisch für viele Rums aus Jamaika ist, dass der Maische Schleppe von vergangenen Vorgängen zugegeben wird, was  zu einer wesentlichen Aromaverstärkung führt. Oft werden auch zusätzlich aromatische Kräuter und Rinden hinzugemischt, denen zu weiten Teilen das folgende Bukett zu verdanken ist.

Jamaika gibt vor, dass Rum zwischen 46 und 86 % Vol. Alk. destilliert werden muss, was durch das "Spirits Control Law" dieser Insel gesetzlich geregelt wurde.

Allgemein ist zu sagen, dass sich Rum aus Jamaika durch einen kräftigen, würzigen, fast schon scharfen Geschmack auszeichnet. Teilweise lassen sich minderwertige Rums pur kaum trinken und werden oft verdünnt, vermischt oder verschnitten. Hochwertige Qualitäten jedoch haben sich über einen langen Zeitraum einen sehr guten Ruf verschafft und überzeugen Kenner oft durch ihre leicht zu unterscheidende Einzigartigkeit in Geschmack und Aroma.

Bekannte Rumsorten aus Jamaika:
- Appleton Estate

Siehe auch:

Myers's Rum "Original Dark"



Der wohl am häufigsten falsch geschriebene Rum der Welt, Myers's Rum. Ein jamaikanischer Rum, welcher seit 1879 hergestellt wird und nach seinem Erfinder, Fred L. Myers, benannt wurde. Der aus 100 % jamaikanischer Melasse bestehende Rum wird produziert und abgefüllt von der Fred L. Myers & Sons Ldt. und seit 2000 vom Getränkekonzern Diageo PLC vertrieben.

Der Myers's Rum wird durch das Patent-Still und Pot-Still Verfahren im Süden Jamaikas destilliert und ist ein Blend aus 9 verschiedenen jamaikanischen Rumsorten, welche unterschiedlich lang gereift sind. Anschließend reift der Blend selbst bis zu 4 Jahre in ausgedämpften Fässern aus weißer Eiche. Ausnahme ist hier lediglich der "Myers's Legend". 
   


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Der "Original Dark" erhält seine kräftig dunkle Farbe durch die Zugabe von Zuckermelasse bzw. Karamell. Daraus folgt ein überdurchschnittlich süßer Geschmack, welcher sich hervorragend zum mixen exotischer und fruchtiger Cocktails macht. Der bekannteste in Verbindung mit diesem 40 % Vol. Alk. Rum, ist der "Planters Punch", nicht ohne Grund wurde der Myers's Rum Original Dark lange Zeit als "Myers's Planters Punch Rum" vom Hersteller bezeichnet. Dennoch ist dieser körperreiche Rum sehr kräftig und besitzt ein starkes vollmundiges Aroma welches sich intensiver durchsetzt, als bei den meisten Sorten.


Kenner können Noten von Zeder, schwarzem Pfeffer und Tabak verbunden mit Anis und Nelken, abgerundet durch einen Hauch von Zitrusfrüchten und Schokolade


Meine Einschätzung: Es gibt keinen Grund den Myers's Rum Original Dark pur zu trinken, dafür würde man einiges verpassen, da viele dunkle Rumsorten weitaus interessanter und vielseitiger sind. Die Stärke dieses Rums liegt in der Verwendbarkeit in Cocktails, wobei man bei der Dosis sehr vorsichtig sein sollte, da sich sonst in guten Cocktails ein leicht brennend - fuseliger und übertönender Geschmack durchsetzen kann. Dies soll aber nicht die Qualität dieses jamaikanischen Destillat mindern, denn der Erfolg in der Vergangenheit gibt diesem sehr speziellen Rum mehr als nur Recht und er ist heute nicht ohne Grund ein fester Bestandteil im Sortiment der meisten Bars. 

Verwendungsmöglichkeiten:
Weitere Arten des Myers's Rum: